Die Rüstung des 13. Jahrhunderts

Auf Grund der Copyright Problematik unterliegt die Arbeit in dieser veröffentlichten Form einigen Einschränkungen bei der Auswahl der verwendeten Bilder. So konnten einige wertvolle Bildquellen aus der zitierten Literatur hier leider nicht dargestellt werden.

1. Kettenhemd

Ruestung Bild 1.1

Bild 1.1 Westminster Psalter, England, ca. 1250 [2]

Das Kettenhemd war die zentrale Rüstung des 13. Jahrhunderts (und natürlich auch schon viel früher). Wie die meisten anderen Rüstungsteile befand es sich in einem kontinuierlichen Entwick-lungsprozeß was seine Form und Herstellung betrifft. Das 13. Jahrhundert über hatte es etwa die Form die in Bild 1.1 dargestellt ist. Im Wesentlichen bestand es aus dem eigentlichen Kettenhemd, das bis etwas oberhalb der Knie reichte. Es war zumeist vorne und hinten geschlitzt um die Bewegung und das Reiten zu erleichtern.

Die Ärmel reichten bis zu den Händen und besaßen integrierte Fäustlinge. Die Kettenhaube war zu Beginn des 13. Jahrh. noch fest mit dem Kettenhemd verbunden. Gegen Ende des Jahrhunderts kamen auch

Bild 1.2 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250

Bild 1.2 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

separate Kettenhauben auf. Zu Herstellung und Aufbau eines Kettenhemdes möchte ich auf die Artikel von Williams und Burgess verweisen, da dies den Umfang dieser Arbeit sprengen würde. Auf ein Detail das leider häufig übersehen wird möchte ich aber genauer eingehen. Wie in Bild 1.2 zu sehen ist, ist der

Durchmesser der Ärmel nicht über die Länge des Armes konstant sondern verringert sich zur Hand hin deutlich. Nur so lassen sich die in Bild 1.1 sehr eng anliegenden Ärmel des Kettenhemdes erklären (obwohl Bild 1.1 vermutlich übertrieben ist, da solche eng anliegende Ärmel  nur durch eine Schnürung möglich wären, die aber nirgends gezeigt ist.)

Dies kann auf zwei Arten erreicht werden. Entweder es wird ein Keil aus dem Ärmel herausgetrennt, wodurch jedoch eine Naht entstehen würde, die ich auf keiner Abbildung gefunden habe. Die viel wahrscheinlichere Lösung ist daher die Verwendung von sog. Trötringen. Dabei wird bei der Herstellung des Ärmels einzelne Ringe weggelassen, so daß sich der Durchmesser gleichmäßig und nahezu unsichtbar verringert.

Die bei vielen käuflich zu erwerbenden Kettenhemdrekonstruktionen vorhandenen „Trompetenärmel“ sind daher alles andere als historisch korrekt.

1.1 Ketten Handschuhe

Die Fäustlinge waren im 13. Jahrh. ein integraler Bestandteil des Kettenhemdes und fest am Ärmel befestigt. Es gibt kaum Abbildungen von Kettenhemden ohne einen solchen Handschutz. Wo solche abgebildet sind, zeigen sie vermutlich keine Ritter, wie die Darstellung in der Maciejowski Bibel, Bild 1.2 die einen „Philister“ darstellt. Somit können Kettenhemden ohne Handschuhe und dann mit teilweise nur mittellangen oder kurzen Ärmeln nur für nicht-adelige Krieger vermutet werden.

Bild 1.3 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250

Bild 1.3 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Einen Hinweis darauf gibt auch das Statutenbuch des Ordens der Tempelritter in dem darauf hingewiesen wird, daß die nicht-adeligen Brüder nur Kettenhemden ohne Ärmel tragen dürfen. Diese Regel ist jedoch im 12. Jahrh. entstanden und könnte eine Besonderheit des Templerordens darstellen, so daß dies kein eindeutiger Beweis ist.

Die Form der Ketten-Fäustlinge ist auf Bild 1.1 gut zu erkennen. Sie bestehen an der Außenseite aus Kettenringen die alle Finger umschließen, nur der Daumen ist separat. Die Innenseite besteht aus Leder um ein sichereres Greifen der Waffe zu ermöglichen.

Wie in Bild 1.3 zu sehen ist, konnten die Handschuhe manchmal abgestreift werden. Dazu waren die Handschuhe nicht fest am Ärmel befestigt, sondern weitgehend lose und nur so befestigt, daß sie im abgestreiften Zustand am Handgelenk hingen. Leider habe ich bisher keine Abbildung gefunden die dies deutlich besser als 1.3 darstellt.

1.2 Form der Kettenringe

Zur Form und Herstellungsweise der eigentlichen Kettenringe liegen leider ausgesprochen wenige Quellen vor. Mir ist keine Abbildung eines Kettenhemdes bekannt die so detailliert ist, daß sich Aussagen zu den Ringen selber machen lassen. Bei Fundstücken sieht es ähnlich aus. Die frühesten mir bekannten Fundstücke die in einem Zustand sind, daß sich zumindest einige Aussagen zu den Ringen machen lassen sind aus dem 14. Jahrh. Trotz der schlechten Quellenlage lassen sich auf Grund einiger Arbeiten (wiederum die Artikel von Williams und Burgess) einige halbwegs gesicherte Vermutungen anstellen.

Die Ringe waren entweder vernietet oder verschweißt. Bei den verschweißten Ringen wechselte sich im Kettengeflecht eine Reihe verschweißter Ringe mit einer Reihe vernieteter ab. Andere Ringtypen (ausgestanzte Ringe und nur zusammengebogene Ringe) traten erst später auf.

Der Drahtquerschnitt war rund oder oval. Rechteckige Drahtquerschnitte wurden erst später verwendet. Der Durchmesser der Ringe variiert stark und kann z.B. von 0,4 bis 1,7 cm reichen, wobei jedoch anscheinend Durchmesser von 0,8 bis 1,0 cm die Regel waren (Funde in Visby).

2. Gambeson

Der Gambeson ist ein gefüttertes Rüstgewand, das entweder unter einer anderen Rüstung (zumeist Kettenhemd) getragen wurde od

Bild 2.1 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250

Bild 2.1 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

er von einfachen Soldaten oder Bauern als einzige Körperpanzerung angelegt wurde.

Unter einem Kettenhemd getragen diente der Gambeson dazu die Wucht der Treffer abzumildern, da das Kettenhemd selber nur die Penetration der Waffe verhindern oder verringern konnte. Gegen die Wucht eines Schlages, besonders von stumpfen Hiebwaffen wie Keulen, bot das Kettenhemd jedoch wenig Schutz.

Leider gibt es nur wenige Abbildungen die zeigen wie ein Gambeson unter einem Kettenhemd getragen wurde, da dieses den Gambeson zumeist vollständig verdeckt.

In Bild 2.1 ist vermutlich ein einfacher Soldat oder Bauer abgebildet (wie auch an der Bewaffnung zu erkennen ist) der als einzigen Körperschutz einen Gambeson trägt. Als Besonderheit ist zu sehen, daß die Ärmel des Gambesons in Fäustlingen enden. Dies war vermutlich eher die Ausnahme, jedoch ist wie so oft die Quellenlage nicht ergiebig genug dies sicher zu belegen. In der Maciejowski Bibel sind Gambesons sowohl ohne Ärmel, mit halben Ärmeln und mit Fäustlingen dargestellt.

3. Plattenrock

Der Plattenrock war der Beginn der Entwicklung zum Plattenpanzer. Er besteht aus mehreren Metallstreifen die auf eine Unterlage aus Leder oder Stoff genietet waren. Es ist typisch für den Plattenrock, daß er mit den Metallplatten nach innen getragen wurde, so daß von außen zumeist nur die Nietenköpfe zu sehen sind.

Obwohl der Höhepunkt des Plattenrocks im 14. Jahrh. war, sind seine Anfänge bis in die Mitte des 13. Jahrh. nachweisbar.

Die Statue des Hl. Mauritius in der Kathedrale von Magdeburg ist die früheste mir bekannte Darstellung eines Plattenrocks. Wie dort zu sehen ist, wurde er im 13. Jahrh. als zusätzlicher Schutz über einem Kettenhemd getragen.

Anhand der dargestellten Nietenköpfe ist zu vermuten, daß die Metallplatten senkrecht neben einander angeordnet waren. Die untere Reihe von Platten führte einmal komplett um den Körper herum und wurde am Rücken geschlossen. Es sind noch einige weitere Nietenköpfe oberhalb dieser Reihe zu sehen, die vermuten lassen, daß eine zweite Reihe von Metallplatten den Brustbereich schützte.

Zum Aufbau und Rekonstruktion eines Plattenrocks sei auf das Buch von Thordeman verwiesen, daß umfangreiches Bildmaterial dazu bietet. Diese Funde sind aus der Mitte des 14. Jahrh., ähneln aber sehr der Statue des Hl. Mauritius. Es ist daher zu vermuten, daß der Plattenrock im 13. Jahrh. so ähnlich ausgesehen haben dürfte.

4. Beinschutz

4.1 Kettenbeinlinge

Der Beinschutz eines Ritters bestand, wie in den Bildern 1.1, 1.3 und 5.2 zu sehen ist, primär aus Kettenbeinlingen. Diese umschlossen bei allen zitierten Bildern auch immer den Fuß. Jedoch kamen anscheinend auch Beinlinge ohne Füße vor. Dazu gibt wieder die Regel des Templerordens einen Hinweis, die für die nicht-adeligen Brüder ausdrücklich Kettenbeinlinge ohne Füße vorschreibt. Jedoch ist diese Information wie schon in Kapitel 1.1 diskutiert mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten.

Die Kettenbeinlinge umschlossen das Bein nicht vollständig, sondern wurden, wie in Bild 1.1 dargestellt, an der Rückseite geschnürt. Dadurch konnte die in den meisten Bildern sehr paßgenaue Form der Beinlinge erreicht werden.

Die Beinlinge wurden vermutlich genau wie Stoffbeinlinge, einzeln an einem Gürtel befestigt. Leider habe ich dazu keine Abbildung gefunden. Zusätzlich konnten sie unter dem Knie mit einem Riemen geschnürt sein um das Gewicht besser zu verteilen.

Auf Grund der häufigen Abbildung ist davon auszugehen, daß die Kettenbeinlinge zusammen mit Kettenhemd und Kettenhaube zur Standardausrüstung eines Ritters des 13. Jahrh. gehört haben.

4.2 Sonstiger Beinschutz

Bis mindestens der Mitte des 13. Jahrh. waren Kettenbeinlinge der einzige Beinschutz. Ab etwa der Mitte des Jahrhunderts kam es vor, daß über den Kettenbeinlingen ein vermutlich gefütterter Beinschutz getragen wurde, der bis über die Knie reichte.

Vermutlich in der Mitte der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. kamen dann (metallische?) Kniekappen auf, die entweder auf dem oben beschriebenen gefütterten Beinschutz oder auf separaten gefütterten Polstern getragen wurde.

5. Kopfschutz

5.1 Kettenhaube

Bild 5.1 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Bild 5.1 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Wie bereits erwähnt, war die Kettenhaube zu Beginn des 13. Jahrhunderts noch fest mit dem Kettenhemd verbunden. Die Form einer solchen Haube ist in Bild 1.1 zu erkennen. Die Haube hatte einen Gesichtsausschnitt, der so groß war, daß man die Haube über den Kopf streifen konnte, wie in Bild 5.1 zu sehen ist. Um die große Gesichtsöffnung zumindest teilweise zu bedecken, besaß die Kettenhaube einen Latz der seitlich befestigt war (siehe Bild 1.1). Dies war die üblichste Form des Latzes, andere Formen sind aber bekannt.

Wie in Bild 1.1 zu sehen ist, wurde die Kettenhaube an der Stirn mit einem Riemen geschnürt um den sicheren Halt am Kopf zu gewährleisten. In Bild 1.1 ist ebenfalls zu sehen, daß der Latz auch an dieser Schnürung befestigt sein konnte.

Unter der Kettenhaube wurde eine gefütterte Haube getragen (siehe Bild 5.2).

Ruestung Bild 5.4

Bild 5.4 Grabplatte eines unbekannten Ritters aus Lagrasse (Aude), Frankreich 13. Jahrhundert [1]

Bild 5.2 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Bild 5.2 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Ab etwa der Mitte des 13. Jahrh. (dies ist sicherlich regional unterschiedlich gewesen) trat zusätzlich zu der oben beschriebenen Form der Kettenhaube die vom Kettenhemd separate Kettenhaube auf. Diese besaß dann meistens eine kleinere Gesichtsöffnung und keinen Latz mehr, da sie nicht mehr über den Kopf gestreift werden mußte, sondern komplett abgenommen werden konnte. Bis mindestens zum Ende des 13. Jahrh. traten aber noch beide Formen nebeneinander auf.

Die Anordnung der Kettenringe der Kettenhaube ist in Bild 5.4 zu sehen. Von einem zentralen Ring aus werden die kreisförmigen Reihen der Ringe durch Einfügen zusätzlicher Ringe erweitert bis sie den Umfang des Kopfes erreichen.

Eine lineare Anordnung der Ringe am Oberteil der Kettenhaube, wie sie bei einigen modernen Reproduktionen zu finden ist, ist meines Wissens nach nicht historisch nachweisbar.

5.2 Helm

Der Helm ist vielleicht das Rüstungsteil, das sich über die Zeit am meisten wandelt und daher in nahezu unzähligen Varianten auftritt. Dies umfassend zu behandeln benötigt ein eigenes Buch, daher will ich hier nur die verbreitetsten Helmformen kurz aufführen.

Die im 13. Jahrh. am häufigsten auftretenden Helmformen kann man grob in drei Typen aufteilen: Nasalhelm, Topfhelm und Eisenhut.

Ruestung Bild 5.3Die Form des Nasalhelms, ist eine für das 13. Jahrh. eigentlich veraltete Helmform, die aber in verschienen Ausführungen noch mindesten bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts nachweisbar ist, wie Bild 5.3 belegt.

Der Topfhelm entwickelte sich im 13. Jahrh. über verschiedene Zwischenformen aus dem Visierhelm des ausgehenden 12. Jahrh. In Bild 1.1 und 5.5 sind zwei der

Bild 5.5 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Bild 5.5 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

klassischen Formen des Topfhelmes gezeigt.

Der Eisenhut ist ebenfalls eine Helmform die lange Zeit Bestand hatte und in vielen verschiedenen Varianten auftritt. In Bild 2.1 und 5.6 sind zwei Versionen dargestellt.

6. Schild

Bild 5.6 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Bild 5.6 Maciejowski Bibel, Frankreich, ca. 1250 [3]

Erstaunlicher Weise haben sich gerade von den aus Holz und Leder hergestellten Schilden einige Exemplare aus dem 13. Jahrh. in recht gutem Zustand erhalten. Diese wurden als Totenschilde in Kirchen aufbewahrt und haben so die Zeit überdauert. Dies gibt uns die Möglichkeit den Aufbau und Form der Schilde recht genau nachzuvollziehen.

Ein Schild besteht aus mehreren senkrecht angeordneten Holzplanken, die bei der Herstellung vermutlich verklebt worden sind. Auf der Front- und evtl. auf der Rückseite wurde das Schild mit Leder-Rohhaut bespannt. Diese wurde im nassen Zustand auf das Schild genagelt und zieht Ruestung Bild 6.1sich beim Trocknen zusammen, so daß die Holzplanken dadurch unter Spannung gehalten wurden, so daß selbst wenn sich die Klebeverbindung lösen sollte, das Schild nicht auseinanderfällt; siehe dazu das Buch von Kohlmorgen.

Der Schild im 13. Jahrh. war gewölbt, die Wölbung könnte jedoch sehr unterschiedlich stark ausfallen. So ist in Bild 6.1 ein Schild mit ausgesprochen starker Wölbung dargestellt.

Die von Kohlmorgen abgebildeten Schilde haben Abmessungen von (Höhe x Breite) 86 x 68 cm bis 93 x 57 cm und lassen sich grob in die Klassen kurz und breit bzw. lang und schmal einteilen.

Ein genereller Trend in der Schildgröße läßt sich anhand der Abbildungen für das 13. Jahrh. nur schwer erkennen. Es wird aber davon ausgegangen, daß die Schilde vom 12. bis zum 14. Jahrh. deutlich kleiner geworden sind.

Der Schild wurde mittels eines Armriemens und zweier gekreuzter Handriemen gehalten. Zusätzlich war eine sog. Schildfessel vorhanden mit der der Schild am Rücken getragen werden konnte, wie auf Bild 5.6 gut zu sehen ist.

Bild 6.1 Sieg der Demut über den Stolz, Jungfrauenspiegel ca. 1200 [4]

Bild 5.6 Maciejowski Bibel ca. 1250 [3]

Autor:

Malte Möller

Quellen:

Thordeman, Bengt Armour from the Battle of Wisby 1361, 2001, Chivalry Bookshelf

Edge, David; Paddock, John Arms & Armour of the Medieval Knight, 1988, Bison Books

Nicolle, David Arms and Armour of Crusading Era, 1050-1350, 1988, Greenhill Books

Kohlmorgen, Jan Der mittelalterliche Reiterschild, 2002, Karfunkel Verlag

Williams, Alan The Manufacture of Mail in Medieval Europe: A Technical Note, Gladius,

1980, 15, pp. 105-134

Burgess, E. Martin The Mail-Maker’s Technique, The Antiquaries Journal, 1953, 33,

pp. 48-55

Münter, Friedrich Statutenbuch des Ordens der Tempelherren, 1794 (Neuausgabe 2002),

Archiv für Altes Gedankengut und Wissen

Burgess, E. Martin Futher research into the construction of mail garments,

The Antiquaries Journal, 1953, 33, pp. 193-202

Bildnachweis:

[1] Private Aufnahme des Autors in Carcassonne, Frankreich, Ausstellung in der Burg

[2] Westminster Psalter, England, ca. 1250, British Library, London

[3] Maciejowski Bibel (auch Kreuzfahrerbibel genannt), Frankreich, ca. 1250

[4] Jungfrauenspiegel, Mittelrhein/Trier um 1200, Hannover, Kestner-Museum

Literatur:

Arms and Armour of the Crusading Era, 1050-1350 Western Europe and the Crusader States, David Nicolle, ISBN 1-85367-347-1

Dieses Buch ist ein muß für jeden der an Rüstungen aus dem behandelten Zeitraum interessiert ist. Es enthält fast 1000 Zeichnungen von Originalquellen mit ausführlicher Beschreibung. Leider nur noch antiquarisch zu bekommen und entsprechend teuer.

Armour from the Battle of Wisby 1361, Bengt Thordeman, ISBN 1-891448-05-6

Das Original ist von 1939, wurde aber 2001 neu herausgegeben, daher relativ leicht zu bekommen. Auch wenn die Schlacht von Visby im 14. Jahrh. stattgefundenhat enthält das Buch viele Informationen über den Plattenrock die auch für das 13. Jahrh. gelten.

Arms & Armour of the Medieval Knight, David Edge, John Paddock

Das Buch behandelt den Zeitraum vom 11. bis zum 16. Jahrh., daher ist der Platz für jedes Jahrhundert recht begrenzt. Recht guter Überblick über die Entwicklungder Rüstung, aber zu oberflächlich. Nur noch antiquarisch zu bekommen, daher relativ teuer.

Der mittelalterliche Reiterschild, Jan Kohlmorgen, ISBN 3-935616-10-4

Das Buch bietet einen sehr guten Überblick über die Entwicklung des Reiterschildes vom 10. bis zum 14. Jahrh. und enthält auch viele Abbildungen von erhaltenenSchilden aus dem 13. bis 15. Jahrh. Es enthält auch eine ausführliche Anleitung zum Bau einer Rekonstruktion.

Kleidung & Waffen der Früh- und Hochgotik 1150-1320, Ulrich Lehnart, ISBN 3-9805642-2-3

Gute Einführung in die Kleidung der Zeit, bei den Rüstungen jedoch leider recht kurz gehalten. Schöne Bilder der Ausrüstung von Rittern der verschiedenen Zeiten,jedoch keine Quellenangaben für die Ausführung der Rüstungsteile.

Zur Herstellung und Metallurgie mittelalterlicher Kettenhemden haben Martin Burgess, Alan Williams und einige andere Personen wissenschaftliche Arbeitenveröffentlicht. Ich kenne leider kein Buch in dem die Thematik auch nur ansatzweise umfassend behandelt wird.

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