Militärmanöver 2016

Das Militärmanöver ist eine feste Instanz im Veranstaltungskalender des Geschichtsparks Bärnau-Tachov. Einmal im Jahr steht auch im hochmittelalterlichen Bereich die Kriegskunst im Vordergrund.
Für Jahr 2016 haben wir uns für ein lokales Setting entschieden: Eger 1245. Heinrich Raspe ist der Gegenkönig zu Friedrich II. Wittelsbach, als staufertreue Macht bereitet sich Militärmanöver 2016 weiterlesen

Sünde, Tod und Fegefeuer

Der Mensch des Hochmittelalters – wie dachte er? Was bestimmte sein Leben? Was war anders in den Dingen, die zu allen Zeiten das Leben der Menschen beherrschten?

Wie zu allen Zeiten wurden die Menschen geboren, heirateten sie und bekamen Kinder, starben sie. Wie der Mensch des westeuropäischen Hochmittelalters damit umging, soll im Folgenden gezeigt werden.

Autor: Wolfgang Franz

1) Das jüngste Gericht

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Portal des Bamberger Doms (13. Jhd.): Christus, der Weltenrichter

Seit Anbeginn des Christentums ist es die Erwartung der Gläubigen, Christus werde am Ende der Zeiten wieder kommen, „zu richten die Lebenden und die Toten“. Für die einen bedeutet das ewige Seligkeit im Paradies, für die anderen die ewige Verdammnis in der Hölle. Alles weiter kein Problem, solange man zu den Ersteren gehört. Aber gehört man denn dazu? Das weiß keiner so genau, und so war die Warnung vor dem letzten, dem „jüngsten“ Gericht immer ein wichtiger Teil der kirchlichen Verkündigung. „Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde“ (Matth. 25, 13).

Im 13. Jahrhundert wurde das Jüngste Gericht von den Menschen zunehmend auf sich bezogen. Die Frage wurde konkreter und wichtiger, je mehr die Sorge um das tägliche Brot geringer wurde. Und deutlich wurde verkündet, dass man auf Erden die größte Sau und trotzdem erfolgreich sein kann, am Ende aber ist Gottes Gericht, und da kann man sich nicht mehr durchmogeln. Christus als der gerechte Richter war ein Standardthema der christlichen Bildverkündigung, viel mehr als der leidende Christus.

Ein berühmtes Bild des Jüngsten Gerichtes ist am Portal des Domes zu Bamberg zu sehen. Die Gesichter der Seelen sind je nach Urteil von Freude oder Verzweiflung gekennzeichnet. Und Königskrone oder Mitra bei zwei Verdammten zeigt, dass man sich vor dem Gericht nicht auf seine irdischen Privilegien berufen kann.

Allerdings war das Jüngste Gericht möglicherweise noch lange hin. Was passiert aber mit meiner Seele davor? Diese Frage wurde im Hochmittelalter drängender gestellt. Das Schicksal der Welt war ja ganz interessant, aber das persönliche Schicksal der eigenen Seele bedrängte stärker. Die kirchliche Verkündigung war darin anfangs nicht so eindeutig und musste ihren Standpunkt erst entwickeln. Im 13. Jahrhundert war diese Entwicklung abgeschlossen und präsentierte drei Alternativen: Himmel, Hölle, Fegefeuer.

2) Angst vor der Hölle

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Hortus Delicarium

„Eines ist sicher – die Rente” (Norbert Blüm). Im Gegensatz zu dem von Norbert Blüm Behaupteten gibt es nur eines, das für alle Menschen absolut sicher ist: der Tod. Und dieser wurde im Hochmittelalter nicht verdrängt, sondern akzeptiert.

Für den mittelalterlichen Menschen waren Himmel, Hölle, Fegefeuer so real wie für uns elektrisches Licht. Daraus resultierten ganz bestimmte Folgerungen.
 Das Schicksal der Seele nach dem Tode wird von Glauben und Taten auf Erden bestimmt.

Wer eine Todsünde begangen hat, ohne sie zu bereuen und, wenn möglich, zu beichten, also im “Stande der Todsünde” stirbt, landet nach seinem Tod in der Hölle. Das ist die ewige Verdammnis. Eine Todsünde ist eine Sünde, die so schwer wiegt, dass die Beziehung zu Gott zerstört ist. Eine lässliche Sünde beschädigt diese Beziehung nur. Man kann es mit einer Ehe vergleichen: Die lässliche Sünde ist ein Ehekrach, die Todsünde ein Ehebruch. Und diese Todsünde wird mit Reue, Beichte und Buße ausradiert.

Wer viele lässliche Sünden, aber keine Todsünde gesammelt hat, sieht sich im Fegefeuer (Purgatorium) wieder. Darin wird die Seele auf das Paradies vorbereitet. Insofern ist das Fegefeuer kein angenehmer Ort, aber ein hoffnungsvoller. Es wird manchmal behauptet, das Fegefeuer sei eine “Erfindung” des 12. Jahrhunderts. Das stimmt nicht. Die Lehre vom Fegefeuer existierte schon in der Antike, allerdings kam der Begriff “Purgatorium” erst um 1200 auf.

Bei wem Glaube und Liebe größer sind als die Sünde, dessen Seele will Gott sofort bei sich haben. Er kommt sofort zur „beseligenden Gottesschau“, in den Himmel.

Diesen drei Möglichkeiten hat Dante Alighieri in seiner “Göttlichen Komödie” eine unsterbliche Dichtung gewidmet. Der größte Theologe hat nicht eine solch tiefgründige Reflexion über das Jenseits abgeliefert wie Dante. Und es ist für unser Thema wichtig, dass am Ende dieser Dichtung als eigentliches Endziel des Reisenden der Himmel steht.

Ich habe diesen Abschnitt ins Präsens gesetzt, weil es nicht nur die Lehre der mittelalterlichen Kirche war, sondern auch heute die der katholischen Kirche ist.

Die Menschen fürchteten weniger den Tod als die Hölle. Dieser zu entkommen, war ein das Leben durchziehendes Thema. Dabei ging man recht juristisch vor und vertraute weniger auf Gottes Gnade als auf seine Buchhaltungsfähigkeiten. Der heidnische Gedanke des „do ut des“ (Ich gebe, so dass Du gibst) war noch immer relevant. Bis heute ist dieser Gedanke verbreitet, dass man durch fleißiges Spenden und Kirchgang Anspruch auf Gottes Gegenleistung hat.

Man versuchte also, Sünden durch gute Werke auszugleichen, die das Konto im Himmel ausgleichen konnten, zumindest so weit, dass einem die Hölle erspart blieb.

Wer aber des Heiles sicher sein wollte, der verbesserte seinen Kontostand im Himmel durch fromme Stiftungen und Almosen. „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25, 40). Die Frömmigkeit dieser Zeit brachte eine Menge an wohltätigen Stiftungen, wie es sie vorher nie gab. Erhaltene Spitäler zeugen heute noch davon und natürlich die größten Kulturleistungen, die Europa je hervorgebracht hat, die gotischen Kathedralen, die auch durch Spenden finanziert wurden.

Auch die Teilnahme am Kreuzzug konnte so eine gute Tat sein, mit der man seine oder seiner Angehörigen Zeit im Purgatorium abkürzen konnte. Mit dem Kreuzzug bekam man natürlich ein richtig großes Guthaben, eine Todsünde ausgleichen konnte man aber nicht. Ein auf dem Kreuzzug gefallener Krieger war kein Märtyrer.

In die Hölle wollte niemand, mit dem Fegefeuer rechnete man. Es blieb aber immer die Hoffnung auf den Himmel.

3) Hoffnung auf den Himmel

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Teil eines Mosaiks in der Basilika in Torcello

Lesen wir Predigten aus dem Hochmittelalter, so erschrecken wir vor den den Zuhörern ausgemalten Höllenqualen. Die Schrecken von Hölle und Fegefeuer werden so grausig geschildert, dass die Menschen wie gelähmt vor Angst gewesen sein müssen.

Waren sie aber nicht. Denn dann hätten sich die Prediger die Schilderungen ja schenken können. Es war ihr Ziel, die Menschen aufzurütteln und zur Umkehr zu rufen. Um das zu erreichen, gingen sie sehr weit in ihrer Warnung vor der Hölle. Und außerdem hatte es höheren Unterhaltungswert und zog Zuhörer an.

Denn bei allen Warnungen vor höllischem Feuer blieb immer die Hoffnung. Nie wurde vergessen klarzustellen, dass auch in letzter Minute die Umkehr möglich ist. In die Hölle kommt eben nur der, der in Todsünde stirbt. Sobald er bereut und beichtet, wird er gerettet. Bezüglich der Beichte nimmt der Herr den Willen für die Tat. Wer auf dem Weg vom Bordell zum Beichtstuhl stirbt, wird auch gerettet.
Der „Dialogus Miraculorum“ des Zisterziensers Caesarius von Heisterbach ist voll solcher Beispiele, wo schwere Sünder durch ihre Reue in letzter Minute noch vor der ewigen Verdammnis bewahrt werden. Hatten sie das Fegefeuer erreicht, konnte es durch das Fürbittgebet der Lebenden verkürzt werden. Dieses verbindet Lebende und Tote und hilft auch den Lebenden bei der Trauer.
Gerade die flammendsten Bußpredigten sind voll solcher Beispiele. Umkehr des Sünders in letzter Minute, aber auch die von den Toten in Erscheinungen geforderten Fürbitten sind regelmäßige Themen der Predigten.

Entsprechend leichtfertig ging man teilweise mit der Sünde um. Die jederzeitige Möglichkeit zur Umkehr, verbunden mit der gesellschaftlichen Dynamik des Hochmittelalters, lässt uns dieses oft als sehr sinnenfroh erscheinen.

Die Literatur, gerade die Volksliteratur, erweckt den Eindruck, als sei eheliche Treue ein sehr seltenes Phänomen gewesen. Man lese dazu nur den „Pfaffen Amis“ des Stricker, der auch sonst äußerst empfehlenswert ist. In der höfischen Literatur wird das zwar nur vornehm angedeutet, aber auch dort ist diese Sinnenfreude zu erkennen.

Die Musik hatte eigene Liedgattungen, in denen es in ziemlich drastischer Weise zur Sache ging. In der Gattung des Tageliedes wachen zwei Liebende morgens auf und das Thema ist, wie er an den Wächtern vorbei aus der Burg kommen kann … Im Schäferlied trifft der Ritter die schöne Schäferin am Wegesrand, er will sie verführen, sie sträubt sich, zum Schluss gewinnt immer er. Das Publikum waren Ritter, nicht Schäfer. Diese Lieder sind wenig bekannt, da sie nicht im Schulunterricht vorkommen – aus gutem Grund. Wörtliche Zitate erspare ich mir aus ebendenselben.

Gerade das große Vertrauen auf Gottes unendliche Gnade zusammen mit dem Bewusstsein der Gefährdung des Lebens lassen die Lebenseinstellung der Menschen recht entspannt erscheinen.
Das ist auch ein Kontrast zur überlieferten germanischen Moral. In dieser sind Verfehlungen keine Sünde, sondern eine Schande. Kann die Sünde durch Beichte und Buße getilgt werden, so wird die Schande nur durch das Blut des Schuldigen getilgt. Die Vorstellung, das christliche Mittelalter habe strenge Moralvorstellungen eingeführt, ist weit von der Realität entfernt.

4) Der gute Tod

Basilika di Santa Maria Maggiore, Apsis (13. Jhd.) Foto: Kiss Tamás, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4649119
Basilika di Santa Maria Maggiore, Apsis (13. Jhd.)
Foto: Kiss Tamás, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4649119

Dass der Tod ein Teil des Lebens ist, war im Hochmittelalter unübersehbar. Die Neigung des heutigen Menschen, den Gedanken an den Tod zu verdrängen, gab es nicht. Wer aufwuchs, sah Geschwister sterben, wer Kinder bekam, begrub jedes zweite. Der Gedanke an den eigenen Tod war ständig gegenwärtig und wurde auch akzeptiert.

Die meisten Menschen wünschen sich heute einen schnellen Tod, ohne Angst und Schmerzen. Möglichst überraschend sollte er sein. Im Hochmittelalter war das völlig anders. Ein guter Tod war jener, der gut vorbereitet war. Man wollte Zeit, um sich mit seinen Feinden zu versöhnen, seine Erbschaft und andere finanzielle Dinge zu regeln und sich mit Gott in der Beichte zu versöhnen. Ein unvorbereiteter Tod konnte einen schließlich im Stande der Todsünde treffen. Ein vorbereiteter Tod konnte das kaum.

Wenn es dann ans Sterben ging, so geschah das nicht allein. Seinen Lebenskreis hatte man um sich, der König seinen Hof, der Mönch den Konvent, der Bauer seine Familie. Man empfing die Sterbesakramente, die einen auf den Weg vorbereiteten. Alle standen um den Sterbenden herum; sie „standen ihm bei“. Die Sterbekerze brannte, und wenn möglich wurde im letzten Moment der Sterbende aus Demut auf den Boden gelegt. War er dann gestorben, wurde die Sterbekerze gelöscht, es wurde „das Lebenslicht ausgeblasen“.

Zeitgenössische Beschreibungen hinterlassen den Eindruck großer Würde und Gelassenheit. Es lies sich sowieso nicht ändern, hatte man aber einen guten Tod, gab es keinen Grund zur Verzweiflung. Auch die Trauer wurde von formellen Riten gestaltet, an denen sich die Hinterbliebenen festhalten konnten.

Der Mensch des Hochmittelalters lebte in der Gewissheit des Todes und der Hoffnung auf den Himmel. Sein Dasein war von der Gewissheit der Endlichkeit alles Irdischen und der Gnade Gottes gekennzeichnet. Aus dieser Gewissheit entsprang eine positive Lebensauffassung. Ihre sichtbaren Äußerungen sind die himmelstrebenden Kathedralen und die theologischen Summen, gewaltige Werke menschlichen Gestaltungswillens.

Erst im Spätmittelalter verschiebt sich das Bewusstsein, ausgelöst von Pest und kleiner Eiszeit. Es verschiebt sich hin zu Pessimismus und verzweifelter Höllenangst, deren größte Ausprägung die Reformation wird.

 

Quellen:


Stricker: Der Pfaffe Amis, Stuttgart 1994


Gurjewitsch, Aaron: Himmlisches und irdisches Leben, Dresden 1997

Hucker, Bernd­Ulrich: Otto IV., Frankfurt/Leipzig 2003


Heisterbach, Caesarius von: Dialogus Miraculorum, Turnhout 2009

Alighieri, Dante: Die göttliche Komödie, Darmstadt, 2004

 

 

 

Nach dem Fest ist vor dem Fest

Schön langsam haben wir uns vom Markt-Wochenende in Bärnau erholt. Wir haben in der Herberge gekocht (Knopfelin, Mortel, Gemüse und – ganz dekadent – Reis), Wache geschoben und unseren Nachwuchs präsentiert (zwei unserer Mitglieder sind seit kurzem Mutter).
 
Es war unglaublich viel los im Geschichtspark, entsprechend anstrengend war es auch. Und trotzdem war es irgendwie entspannt und vor allem sehr lustig. Leider kam niemand von uns dazu, Fotos zu machen.
 
Die nächste Veranstaltung ist dieses Mal schon in zwei Wochen: Slawentage im Geschichtspark. Hoffentlich können wir davon wieder Fotos präsentieren.

Miltärmanöver: 50 Anmeldungen

Bei unserem diesjährigen Militär-Manöver im Geschichtspark Bärnau-Tachov werden etwa 50 Darsteller aktiv sein, darunter fünf Berittene und 25 Infanteristen. Das verspricht wieder eine spannende Veranstaltung zu werden (und eine Herausforderung für das Herbergsteam)! Mehr dazu haben wir ja bereits hier geschrieben: Militärmanöver 2016.

Die ersten Universitäten – Geistesleben im Hochmittelalter

Als Stätte höherer Bildung kommt um 1200 die Universität „in Mode“. Insgesamt entstanden bis 1300 rund 20 davon. Theologische und sonstige Bildung fand zuvor nur an den Kloster- und Domschulen statt. Wie der Name „Schulen“ vermuten lässt, stand in diesen der Frontalunterricht im Mittelpunkt. Das Neue war nun die Begegnung von Lehrenden und Lernenden auf Augenhöhe. Nicht Auswendiglernen, sondern eigenes Denken sollte hier vermittelt werden.

Autor: Wolfgang Franz

Im 12. Jahrhundert waren einige Domschulen schon weithin für ihr Geistesleben berühmt, besonders die von Chartres. Einige dieser Schulen entwickelten sich – zuerst in Norditalien – langsam zu Universitäten weiter. Sie standen zwar noch unter bischöflicher Aufsicht, waren aber ansonsten autonom und bauten Lehrinhalte und Prüfungsstoff selbstständig auf. Die ersten Universitäten – Geistesleben im Hochmittelalter weiterlesen

Scholastik – Geistesleben im Hochmittelalter

„Fides quaerens intellectum.“*

Man kennt es aus Hollywood und dem deutschen Fernsehen: Das Mittelalter war eine Zeit tiefster Geistfeindschaft, in der die Lehre der Kirche heruntergebetet wurde und jedes Fragen, Forschen und Diskutieren schlimmstens unterdrückt wurde. Wer es wagte, auch nur die Kugelgestalt der Erde zu behaupten, konnte sich auf den Scheiterhaufen einstellen. Wie so viele Klischees ist auch dieses völlig falsch. Und inwiefern es das ist, soll im Folgenden gezeigt werden.

Autor: Wolfgang Franz

Das 13. Jahrhundert war das Jahrhundert der Scholastik, einer Denkrichtung, die um die vernunftgemäße Begründung des christlichen Glaubens und die vernunftgemäße Erforschung der Welt rang und die der Grundstein für unser heutiges Wissenschaftsverständnis ist. Basis dafür war die Entstehung der ersten Universitäten (sh. Artikel „Die ersten Universitäten“). Scholastik – Geistesleben im Hochmittelalter weiterlesen

Handel und Finanzwesen im Hochmittelalter

„Und ist der Handel noch so klein, er bringt doch mehr als Arbeit ein.“

Da es der Handel und das Finanzwesen waren, die im 13. Jahrhundert eine Revolution erlebten, sollen sie hier im Zentrum der Betrachtung stehen.

Autor: Wolfgang Franz

Der Aufschwung

Das Hochmittelalter war die wirtschaftlich dynamischste Epoche der deutschen Geschichte. Die deutsche Bevölkerung vergrößerte sich vor allem aufgrund einer besseren Ernährungssituation von 4 Millionen auf 12 Millionen Menschen, in der Folge verschob sich die deutsche Siedlungsgrenze von der Elbe an die Memel. Die meisten Dörfer in Deutschland verdanken dem hochmittelalterlichen Aufschwung ihre Existenz. Zwischen 1050 und 1300 wurden alle Städte nördlich der Donau und östlich des Rheins gegründet. Handel und Finanzwesen im Hochmittelalter weiterlesen

Städtische Kontingente im 13. Jahrhundert

Für die Gliederung Städtischer Kontingente kann man in einigen Verweisen aus dem Buch „Entwicklung der kommunalen Verfassung und Verwaltung der Stadt Köln bis zum Jahre 1896“ zurück  greifen.

Im ersten Kapitel „Die bürgerlichen Streitkräfte ud ihre Organisation“ wird darauf eingegangen, dass schon Heinrich IV. eine allgemeine Wehrpflicht für die Bürgerschaft der Stadt Köln befohlen hatte, Städtische Kontingente im 13. Jahrhundert weiterlesen